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Das Herz auf Heilung schalten

Dr. Christian Bär und die Doktorandin Shambhabi Chatterjee.

Dr. Christian Bär und die Doktorandin Shambhabi Chatterjee. Auf dem Bildschirm sind Herzmuskelzellen abgebildet, deren Wachstum grün markiert ist. Foto: © MHH/Kaiser, Presse

Von Kindern können wir im Allgemeinen viel lernen. Ihre Ausdauer, Neugierde und Kreativität bezaubern jeden Erwachsenen. Jetzt haben Forscher eine besondere Fähigkeit entdeckt, die in den Herzen von Neugeborenen schlummert. Sie können nicht nur einen starken Herzinfarkt überleben, sondern sich sogar vollständig davon erholen.

Um dieses Phänomen zu erforschen, hat sich eine Gruppe von Wissenschaftlern zusammen gefunden. Das Team des neuen europäischen Forschungsprojekts INNOVATION untersucht neue Therapieansätze für Patienten, deren Herz einen Infarkt zwar überstanden hat, aber aufgrund der fehlenden Regenerationsfähigkeit nur noch schwach schlägt.

Projektstart ist der 1. April 2019. Forscher aus fünf europäischen Ländern arbeiten zusammen, um die Unterschiede zwischen jungen und erwachsenen Herzen kennenzulernen. Das Projekt wird im Rahmen des Programms „European Research Area Network on Cardiovascular Diseases“ mit rund 1,1 Millionen Euro gefördert.

Koordiniert wird das Projekt von der Nachwuchswissenschaftler Dr. Christian Bär vom Institut für Molekulare und Translationale Therapiestrategien der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Das Institut ist eng in den Exzellenzcluster REBIRTH eingebunden, der sich in besonderer Weise mit Fragen der Organregenerierung beschäftigt.

Die Forscher konzentrieren sich bei ihrer Arbeit insbesondere auf Moleküle, die sogenannten lange nicht-kodierende RNAs (lncRNA), welche zu Tausenden in Herzzellen vorkommen. „LncRNAs sind noch relativ unerforscht, scheinen jedoch in sämtlichen zellulären Signalwegen essenzielle Funktionen zu haben“, sagt der Institutsleiter, Professor Dr. Dr. Thomas Thum. „Wir schauen, welche dieser Ribonukleinsäuren im Laufe des älter werdenden Herzens an- oder ausgeschaltet werden. Das nächste Ziel ist dann, ein Tiermodell zu entwickeln, mit dem wir das Ergebnis des therapeutischen An- oder Ausschaltens dieser RNAs überprüfen können“, ergänzt Dr. Bär.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Dr. Christian Bär, baer.christian@mh-hannover.de, und im Internet unter www.era-cvd.eu/media/content/ERA_CVD_newsletter4.pdf

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